2.5.06
Donnerstag, 04.05.: 3-15 Jahre Gefängnis gab es in den 60ern für die Massenmorde
doch die historische Bedeutung des "Ulmer Einsatzgruppenprozess" ist eine andere: Polizeibataillonen und SS-Einsatzgruppen konnte die Beteiligung an 5.502 Morden nachgewiesen werden. Es war der erste Prozess vor einem deutschen Schwurgericht, in dem NS-Massenmorde verhandelt wurden. Ein Film von Eduard Erne.
SWR, Donnerstag, 04.05., Magazin/Geschichte 22:35 - 23:20 Uhr
Der Ulmer Prozess 'SS-Einsatzgruppen vor Gericht'
Aus der Filmbeschreibung:
"Der Film erzählt die Entstehungsgeschichte und den Verlauf des Prozesses. Der Autor Eduard Erne hat an den Tatorten in Litauen die letzten Spuren der Verbrechen gefunden und Zeitzeugen befragt. Im Zentrum des Films stehen die Erzählungen der Überlebenden, der Zeugen im Prozess, die Arbeit der Ermittlungsbehörden und die Profile der Täter. "
Sie waren 1941 - gleich zu Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion - von Einsatzgruppen (SS, Staatspolizei, SD und Ordnungspolizei) in Litauen begangen worden. Der Prozess sorgte für einen Wendepunkt in der öffentlichen Wahrnehmung deutscher Kriegsverbrechen, denn die lange verdrängte Vergangenheit ließ sich danach nicht mehr leugnen.
Dabei war das Verfahren nur durch einen Zufall in Gang gesetzt worden. Der Leiter des Ulmer Flüchtlingslagers Wilhelmsburg Bernhard Fischer-Schweder hatte auf Wiedereinstellung in den deutschen Staatsdienst geklagt. Und dabei war seine Vergangenheit als Polizeichef von Memel und seine Beteiligung an Erschießungen ans Licht gekommen. Er hatte, zwölf Jahre nach Kriegsende, die Atmosphäre des Vergessens und Verdrängens nutzen und einen persönlichen Schlussstrich unter seine NS-Vergangenheit ziehen wollen - wie auch die anderen neun Angeklagten. Nach langen, schwierigen und immer wieder behinderten Ermittlungen, wurde der Prozess am 28. April 1958 eröffnet. Es gelang dem Gericht in über 60 Verhandlungstagen Stück um Stück die Wahrheit aufzudecken und herauszufinden,
SWR, Donnerstag, 04.05., Magazin/Geschichte 22:35 - 23:20 Uhr
Der Ulmer Prozess 'SS-Einsatzgruppen vor Gericht'
Aus der Filmbeschreibung:
"Der Film erzählt die Entstehungsgeschichte und den Verlauf des Prozesses. Der Autor Eduard Erne hat an den Tatorten in Litauen die letzten Spuren der Verbrechen gefunden und Zeitzeugen befragt. Im Zentrum des Films stehen die Erzählungen der Überlebenden, der Zeugen im Prozess, die Arbeit der Ermittlungsbehörden und die Profile der Täter. "
Sie waren 1941 - gleich zu Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion - von Einsatzgruppen (SS, Staatspolizei, SD und Ordnungspolizei) in Litauen begangen worden. Der Prozess sorgte für einen Wendepunkt in der öffentlichen Wahrnehmung deutscher Kriegsverbrechen, denn die lange verdrängte Vergangenheit ließ sich danach nicht mehr leugnen.
Dabei war das Verfahren nur durch einen Zufall in Gang gesetzt worden. Der Leiter des Ulmer Flüchtlingslagers Wilhelmsburg Bernhard Fischer-Schweder hatte auf Wiedereinstellung in den deutschen Staatsdienst geklagt. Und dabei war seine Vergangenheit als Polizeichef von Memel und seine Beteiligung an Erschießungen ans Licht gekommen. Er hatte, zwölf Jahre nach Kriegsende, die Atmosphäre des Vergessens und Verdrängens nutzen und einen persönlichen Schlussstrich unter seine NS-Vergangenheit ziehen wollen - wie auch die anderen neun Angeklagten. Nach langen, schwierigen und immer wieder behinderten Ermittlungen, wurde der Prozess am 28. April 1958 eröffnet. Es gelang dem Gericht in über 60 Verhandlungstagen Stück um Stück die Wahrheit aufzudecken und herauszufinden,