29.6.06

 

Mörder im Gerichtssaal erschossen

Filmtitel: Der Fall Bachmeier - Keine Zeit für Tränen, Deutschland 1984

VOX, Donnerstag, 29. Juni 2006, Spielfilm/Drama 00:15 - 02:00 Uhr

Filme nach einer wahren Begebenheitversprechen eine höhere Authentizität:

Der Fall nach der Beschreibung auf Vox.de:
"Am 6. März 1981 erschoss Marianne Bachmeier in einem Lübecker Gerichtssaal Klaus Grabowski, den Mörder ihrer Tochter Anna. Einen solchen Fall scheinbarer Selbstjustiz hatte es noch nie gegeben. Ein Fall, der bis zur Verurteilung von Marianne Bachmeier im März 1983 Story um Story lieferte.

Hark Bohm hatte den Fall seit Mai 1981 verfolgt. Im Laufe seiner Recherchen gewann er nicht nur ein Bild vom Gang der Ereignisse. Er lernte auch in zahllosen Gesprächen die handelnden Personen kennen. Er beobachtete den monatelangen Prozess gegen Marianne Bachmeier und entschied sich, den Fall zum Anlass zu nehmen, die Entwicklungsgeschichte eines Verbrechens zu erzählen.

Wie kommt eine Frau dazu, mit einer Pistole den Mörder ihres Kindes ausgerechnet dort zu erschießen, wo über ihn zu Gericht gesessen wird? Weshalb macht sich eine Frau ausgerechnet vor den Schranken des Gerichts zur Totschlägerin? Bohm behauptet nicht, dieses Rätsel lösen zu können. Er hat als Ort seiner Geschichte Hamburg gewählt, den Namen der Frau geändert. Seine Geschichte ist nun der Deutungsversuch eines sehr komplexen realen Geschehens.

Der Fall Marianne Bachmeier inspirierte auch Burkhard Driests Film "Annas Mutter" (1983). Marianne Bachmeier wurde 1985 aus dem Gefängnis entlassen und starb 1996 im Alter von 46 Jahren an Krebs."

Der Film nach der Beschreibung auf Vox.de:

"Marie Sellbach, Mutter eines siebenjährigen Mädchens, bewirtschaftet erfolgreich eine Szene-Kneipe. Dennoch ist sie oft verzweifelt und ohne Halt im Leben. Als Marie eines Morgens mal wieder nicht aus dem Bett kommt, verlässt ihre Tochter enttäuscht das Haus, um jemand zum Spielen zu suchen. Marie wird ihr Kind nie wieder sehen...

Marie Sellbach kommt aus zerstörten Familienverhältnissen. Die Kämpferin träumt von einem selbstbestimmten Leben. Sie ist jung, intelligent, sie ist schön, sie hat Witz und Härte. Sie will bedingungslose Freiheit und bedingungslose Liebe. Sie betreibt erfolgreich eine Szene-Kneipe, aber das Kapital - und damit die Verfügungsgewalt über die Kneipe - gehört ihrem langjährigen Freund. Der hat die Schnauze voll von den bedingungslosen Ansprüchen seiner Lebensgefährtin und will überhaupt weg aus einem Leben voller unerfüllter Ansprüche.

Die beiden haben ein Kind, die siebenjährige Julia - ein auf den ersten Blick ebenso resolutes Mädchen wie seine Mutter. Hinter der Resolutheit der Mutter bricht aber immer wieder die Verzweiflung des verlorenen Kindes hervor, das ohne Halt vom Leben hin- und hergerissen wird. Wie soll so eine Frau ihrem Kind am Tage Zeit widmen können? Zumal sie in den Nächten in der Kneipe den Lebensunterhalt verdienen muss. So entscheidet sich Marie Sellbach, Julia einem befreundeten Ehepaar in Pflege zu geben, das - selbst kinderlos - nichts so ersehnt wie ein Kind. Julia freut sich schon auf die Freunde.

Aber an dem Morgen, als es losgehen soll, kommt die Mutter nicht aus dem Bett. Betrunkene Streitereien hatten sie bis zum frühen Morgen daran gehindert, einzuschlafen. Enttäuscht verlässt Julia das Haus, um jemand zum Spielen zu suchen. Marie Sellbach wird ihr Kind erst als Tote wieder sehen.

In den folgenden zehn Monaten bis zum Prozess muss Marie durch ein Labyrinth von Selbstvorwürfen und Aggression. Hatte sie gehofft, dass der Prozess gegen den Mörder ihres Kindes sie selbst von Schuld freisprechen würde?"

Regie: Hark Bohm
Drehbuch: Hark Bohm


mit:
Marie Sellbach Marie Colbin
Martin Birkhoff Michael Gwisdek
Julia Christine Limbach
Tina Germer Angela Schmidt
Heimo Germer Werner Rehm
Herbert Schulz Eugeniusz Priwieziencew
Kriminalbeamter Sven Dahlem
Richter Knut Hinz
Marie Sellbachs Anwalt Rolf Nagel
Herbert Schulz' Anwalt Alexander von Eschwege

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